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Kooperationen

13 Lehrkräfte unterrichten über 150 Schüler in Kooperationsprojekten.

Kooperationen der Musikschule Fürth e.V.
Dürer-Gymnasium Nürnberg/Roland-Berger Stiftung Daniela Holweg (Projektleitung), Gaby Athmann, Andrea Bieber, Julia Grünsteidel, Stefan Holweg, Marc Kassel, Lukas Kroczek, Susanne Meyer-Loew, Markus Rießbeck, Gunther Rissmann MGA, Spielkreis, Instrumentalunterricht
Lebenshilfe Fürth (Hallemann-schule) Robert Wagner Blockflöte
Lebenshilfe Fürth (Hallemann-Schule) Susanne Meyer-Loew Musikalische Grundausbildung, Chor
Lebenshilfe Fürth (Wohnheim) Eva Frey Afrikanisches Trommeln
Soldnerschule Christian Tournay Musikalische Grundausbildung
Leopold-Ullstein-Realschule Mike Schmidt Bandarbeit
Pestalozzischule Mike Schmidt Elementares Musizieren
Kiga Storchennest Wolfgang Kohlert Musikalische Früherziehung
Frauenschule Susanne Meyer-Loew Gitarre, Blockflöte
Adalbert-Stifter-Schule Susanne Meyer-Loew Gitarre, Blockflöte

Erfahrungsberichte unserer Lehrkräfte:

Susanne Meyer-Loew:

Über meinen Blockflöten- und Gitarrenunterricht an der Frauenschule und den Gitarrenunterricht an der Adalbert-Stifter-Schule

Der Unterricht wird in Gruppen zu 6-7 Kindern erteilt und macht allen Beteiligten großen Spaß. Da die Schüler innerhalb einer Gruppe sehr unterschiedlich sind und sich nicht alle gleich gut konzentrieren können, bin ich als Lehrerin gefordert, viel Abwechslung in die Musikstunde zu bringen. Also werden neu zu lernende Stücke zunächst gesungen, geklatscht, getrommelt und auf Klangstäben begleitet, bis wir es dann wagen können, die Musik auch auf den schwierigeren Instrumenten Flöte und Gitarre erklingen zu lassen.

So schaffen wir es jede Stunde, gemeinsam zu musizieren und jeden mitkommen zu lassen. Und wenn ein Ton noch quietscht oder die falsche Saite erwischt wurde? Nicht ärgern, sondern einfach darüber lachen – beim nächsten Versuch klappt es gleich besser!

Wolfgang Kohlert:

Über meinen Unterricht im Kindergarten Storchennest in Fürth

Ich gebe seit dem Schuljahr 2003/2004 Musikalische Früherziehung im Kindergarten Storchennest, St. Michael in Fürth.

Dieses Schuljahr (2010/2011) habe ich dort 35 SchülerInnen verteilt auf vier Gruppen.Über private Kontakte – meine Tochter ging auch in diesen Kindergarten – wurde ich angefragt, Musikkurse für mehrere Gruppen zu geben und die Kinder mit Freude und Neugier an musikalisches Grundwissen heranzuführen.

Ich wurde dorthin eingeladen und sehr herzlich willkommen geheißen: Die Räume sind für eine Musikalische Früherziehung im Kindergarten Storchennest ideal, die Kinder sind vor Ort, fühlen sich wohl und freuen sich immer auf die musikalische Abwechslung.

Die Kindergartenleitung hat für die Kurse extra einige Instrumente als Grundausstattung angeschafft. Nur ein paar Kleinigkeiten wie Schlegel oder einige Xylofone habe ich über die Musikschule Fürth mitgebracht.

Mike Schmidt:

Über meinen Unterricht an der Grundschule Pestalozzistr., der Adalbert-Stifter-Grundschule und der Mittelschule Schwabacher Straße

Grundschule Pestalozzistr.:
Seit dem Schuljahr 2008/09 gibt es diese Kooperation bereits. Das außergewöhnliche daran: ein Musikschullehrer übernimmt in Zusammenarbeit mit den Klassenleitungen einen Teil der musischen Ausbildung aller ersten Klassen. Da es bewusst kein zusätzliches Wahlfachangebot ist, kann auch wirklich jeder Schüler, jede Schülerin davon profitieren.
Im Zentrum meiner Arbeit steht das aktive Musizieren der Schüler. Gleichzeitig besteht darin aber auch die größte Herausforderung: Das Ziel jeder Stunde ist, alle (ca. 20) Schüler einer Klasse mit ihren je eigenen Begabungen zu einem aktiven musikalischen Erlebnis zu führen. Das beginnt beim bewussten Zuhören und mündet nicht selten im Ausprobieren der unterschiedlichen Instrumente, die der gut ausgestattete Musiksaal bereit hält. Die eigene Stimme und ein gemeinsamer Rhythmus sind dabei immer wieder die Ausgangspunkte für unsere kleinen musikalischen Entdeckungsreisen. Wir erarbeiten uns so im Laufe eines Schuljahres ein kleines Repertoire an Liedern, die wir miteinander Singen und bei denen wir uns teilweise selbst instrumental begleiten. Am Ende eines Schuljahres gelingt dann auch immer ein kleines Elternkonzert im Rahmen des Schulfestes, das Schüler, Eltern und Lehrer gleichermaßen begeistert.

Adalbert-Stifter-Grundschule:
Die Präsenz der Musikschule an der Adalbert-Stifter-Schule wurde in diesem Schuljahr (2011/12) weiter ausgebaut. Die Schüler der Ganztagsklasse 2c konnten sich in einer Percussion-AG anmelden. Jede Woche treffen sich nun sieben Rhythmusbegeisterte und entlocken den diversen Percussion-Instrumenten die unterschiedlichsten Beats und Sounds.  Auch der eigene Körper (Stichwort: Bodypercussion) ist dabei ein wichtiges Instrument um die Bedeutung des Rhythmus für Musik sozusagen hautnah zu erleben. Und so wird Woche für Woche sehr lebhaft erfahrbar, was Musik so spannend macht: Rhythmus & Melodie, laut & leise, schnell & langsam, alt & neu, vertraut & unbekannt, …

Mittelschule Schwabacher Str.:

Seit dem Schuljahr 2010/11 ist die 6a eine Chorklasse. Dadurch erhält sie eine Wochenstunde zusätzlichen Musikunterricht. Diese Stunde habe ich übernommen und halte sie im Tandem mit dem Klassenleiter. Bei einer Chorklasse steht natürlich das Singen im Mittelpunkt. Die Schüler lernen ihre Stimme besser kennen und sie bewusster zu nutzen. Aber auch die Klassengemeinschaft wird im gemeinsamen Singen & Musizieren intensiver erlebbar. Selbst wenn alle singen gibt es verschiedene Aufgaben vom selbstbewussten Melodiesingen bis zum tragenden Fundament, die zuverlässig erfüllt werden müssen. Es bleibt allerdings selten beim reinen „a capella“. Immer wieder unterstützen wir unsere Stimmen und begleiten uns mit unterschiedlichen Instrumenten selbst, egal ob traditionelles Volkslied oder aktueller Chart-Hit.

Gemeinsam mehr erreichen

Vernetzung in der kommunalen Bildungslandschaft durch gelingende Kooperation

Die Musikschule Fürth, die Clara-und-Dr.-Isaak-Hallemann-Schule Fürth (Förderschule der Lebenshilfe) sowie das Heinrich-Schliemann-Gymnasium Fürth zeigen in einem beeindruckenden Kooperationsprojekt, dass das Leitbild der Inklusion keine Vision bleiben muss. Durch die Vernetzung der drei grundverschiedenen Bildungseinrichtungen und die von allen Beteiligten gelebte Wertschätzung der Vielfalt ergeben sich ungeahnte Chancen – für jeden Einzelnen.

Lesen Sie hier den Artikel von Hannelore Schreiber, erschienen in der Zeitschrift "Lebenshilfe Fürth aktuell 2/2014">

Musikpädagogik beklagt: Kultusminister rauben der Schule die Musik!

Ästhetische Kombi-Fächer in mehreren Ländern bewirken Bildungs-Absturz beim Schulfach Musik

Der Hamburger Convent, ein Zusammenschluss der musikpädagogischen Verbände VDS (Verband deutscher Schulmusiker e.V.), AfS (Arbeitskreis für Schulmusik und allgemeine Musikpädagogik e.V.) und VdM (Verband deutscher Musikschulen e.V.), stellt fest, dass die Versuche in zahlreichen Bundesländern, ein ästhetisches Kombifach zu etablieren, als gescheitert anzusehen sind. Die diffuse inhaltliche Ausrichtung solcher Fächerverbünde sowie die fehlende fachliche Ausbildung entsprechender Lehrkräfte führen dazu, dass eine aufbauende Bildungsarbeit in den kulturbezogenen Fächern – vor allem in der Grundschule – nicht mehr möglich ist. Dies hat negative Auswirkungen auf die weiter führende Schule und mittelfristig auf den Kulturstandort Deutschland insgesamt.

So richtig eine Interdisziplinarität in der Schule gewünscht ist, so sehr muss darauf hingewiesen werden, dass ein Auswechseln von Inhalten ebenso wenig sinnvoll ist wie eine sich abschottende Fachreduktion. Darum bedarf das Arbeiten in der Grundschule einmal mehr der ausgebildeten Fachlehrerkompetenz. Erst dann wird man erwarten können, dass Schülerinnen und Schüler ein qualitativ angemessenes, weil intensives Erfahren von Musik und Kunst in der Grundschule erhalten. Fächer übergreifende Angebote können nur dann erfolgreich sein, wenn die Fächer selbst vorhanden sind, und zwar mit der erforderlichen Differenzierung und mit der notwendigen Kontinuität im Schulverlauf.