musikschule-fuerth.de

Aktuelles

Veranstaltungsübersicht Mai bis Juli 2017

Hier finden Sie eine Übersicht unserer wichtigsten Veranstaltungstermine von Mai bis Juli 2017: Terminübersicht>

Viele weitere Veranstaltungen finden Sie zudem in unserem Kalender>

Schuljahr 2017/2018

Schmökern Sie in unserer aktuellen Infobroschüre oder lassen Sie Sich im Büro der Musikschule persönlich beraten.
(Tel. 0911-706 848)

 

Anmeldeformular >

Kultur braucht kein TTIP!

Gemeinsame Pressemitteilung der Musikschule Fürth und der Musikschule Stein: 

TTIP soll dazu dienen, den Handel von Gütern und Dienstleistungen zwischen den USA und der Europäischen Union zu verbessern, indem bestehende "Handelshemmnisse" beseitigt werden sollen. Solche "Handelshemmnisse" für potentielle US-amerikanische Unternehmen in Deutschland sind z.B. die öffentliche Kulturförderung, das europäische Urheberrecht und die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch die Haushaltsabgabe.

Doch auch öffentliche Dienstleistungen sind in Gefahr: „So wichtig die öffentliche Aufmerksamkeit für TTIP und dessen Auswirkungen auf das Kulturleben ist, so dringend notwendig ist es, den Blickwinkel auf TISA zu erweitern. Die geplante Privatisierung sämtlicher öffentlicher Dienstleistungen würde im Verbund mit TTIP nicht nur die komplette Einstellung einer öffentlichen Bildungs- und Kulturfinanzierung bedeuten, sondern auch die kommunale Selbstverwaltung und den Gestaltungsspielraum auf Länderebene aushebeln. Die Gemeinwohlorientierung öffentlicher Aufgaben und die Daseinsvorsorge sind Grundsäulen unseres gesellschaftlichen Lebens und dürfen nicht zum Spielball marktliberaler Interessen degenerieren. Darüber hinaus sind die Genfer Geheimverhandlungen in der Australischen Botschaft wahrlich kein geeigneter Weg, verloren gegangenes Vertrauen in die EU-Kommission wieder zu gewinnen. Der Deutsche Musikrat fordert, sämtliche Verhandlungen zu TISA einzustellen. Diese Forderung richtet sich sowohl an die Europäische Kommission sowie an die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien und die Bundesregierung.“ Prof. Christian Höppner, Präsident des Deutschen Kulturrates

Die Dachverbände des Musiklebens eint die große Sorge, dass das geplante Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA (TTIP), und das Trade in Services Agreement (TISA), welches eine weitreichende Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen anlegt, dem öffentlich finanzierten Kulturleben sämtliche Grundlagen entziehen. Sollten diese Pläne Wirklichkeit werden, wären neben der Kultur auch die Bildungseinrichtungen betroffen, weil jede Form von öffentlicher Finanzierung eine „Wettbewerbsverzerrung“ darstellen würde und damit entfallen müsste. Der vergleichsweise immer noch große Reichtum Kultureller Vielfalt, der das gesellschaftliche Leben in Europa prägt, wäre massiv gefährdet, wenn rein kommerzielle Interessen die „Angebotsvielfalt“ bestimmen.

Auch für die Musikschule Fürth und die Musikschule Stein sind kommunale und staatliche Zuschüsse die Grundpfeiler ihres Handelns:

Nur dank öffentlicher Mittel ist es möglich, Familien- und Sozialermäßigungen zu gewähren und so allen interessierten Bürgern musische Bildung und kulturelle Teilhabe zugänglich zu machen.

Nur dank öffentlicher Mittel ist es möglich, Ensembleunterricht für alle Schüler kostenfrei anzubieten und so sozial einend in die Gesellschaft zu wirken.

Nur dank öffentlicher Mittel ist es möglich, auch in Zukunft sowohl Breiten- als auch Spitzenförderung in gewohnt hoher Qualität anzubieten.

Deshalb fordern wir - gemeinsam mit der Deutschen Orchestervereinigung und dem Deutschen Kulturrat - unter anderem mehr Transparenz bei den TTIP-Verhandlungen und den Ausschluss des Kultur- und Medienbereiches aus dem Geltungsbereich des Vertrags.