Time Bandits Big Band

Time Bandits

Ahora Si! Los Bandidos de la Salsa

So schnell vergehen die Jahre! Ja so schnell, dass man gar nicht mehr weiß, wann diese kleine musikalische Erfolgsgeschichte eigentlich begonnen hat.

Irgendwie wurde dieses große Jazzorchester, so glaube ich, Anfang der 90er aus einem Jazzworkshop der Sing- und Musikschule ins Leben gerufen. Die Vorstellung war aus ambitionierten Amateurmusikern eine dauerhafte Big Band zu schaffen, ohne einen rein professionellen und kommerziellen Hintergrund. Die Gerüchte besagten, dass der schon damals renommierte Saxofonist Norbert Nagel die Band leiten sollte. Das führte zu einem großen Interesse an dem Projekt, vor allem auch bei den schon damals nicht so häufig existenten Blechbläsern.

Norbert Nagel führte dann anfänglich tatsächlich auch einige Proben mit der Band, jedoch fehlte ihm ganz offensichtlich die Zeit für das in den Startlöchern befindliche Orchester.

Einfach gesagt: dem Norbert Nagel ging relativ schnell die Puste aus, und als Ersatz wurde recht schnell der ambitionierte Saxofonist Gert Kaiser gefunden.

Dieser Gert Kaiser stellte sich als Glücksgriff heraus, was nicht zuletzt auf dessen akribische Arbeitsweise zurückzuführen war.
Nach der Basisarbeit über Mainstream Jazz Big Band Arrangements erhielt die Band relativ rasch eine gewisse eigene Note. Gert brachte Big Band Arrangements von Peter Herboldsheimer, Pat Metheny und Bob Mintzer und ließ die Band durch seine überzeugende Arbeitsweise immer mehr wachsen. Schließlich mündete das Ganze im Jahre 1997 in die Verleihung des Kulturförderpreises der Stadt Fürth.

Gleichzeitig mit der Preisverleihung verabschiedete sich Gert Kaiser von der Bandleitung und als Nachfolger wurde der Saxofonist Norbert Emminger benannt. Dadurch ergab sich auch ein Stilwechsel der Band von der ”Fusion Jazz Big Band” zur ”Salsa- oder Afro Cuban Jazz Big Band” hin.

Unter der Leitung von Norbert Emminger spielte die Band relativ rasch ihre erste CD ”Mira Mira” ein, und die kleine Erfolgsgeschichte setzte sich unter dem Oberbegriff Salsa fort. Nicht zuletzt begründet durch den von uns allseits geschätzten Norbert Emminger, der durch seine Arbeitsweise die Band weiter in den fränkischen Big Band Salsa-Himmel, der kulturhistorisch und klimatisch gemäß nicht so groß war und ist, wachsen ließ. Aber nicht allein Salsa wurde durch Emminger erarbeitet. Ambitionierte Projekte wie eine Aufführung der ”Symphonischen Dichtung” von Helmut Brandt und dessen beachtenswerte Bacharrangements aus dem ”Wohltemperierten Klavier” folgten. Ebenfalls ergaben sich unter der Leitung von Norbert Emminger Projekte mit dem bekannten Kindermusiker Geraldino sowie der Schauspielerin/Sängerin Loes Snijders. Beide Projekte führten zu einem Einspielen und Veröffentlichen weiterer Tonträger, die nicht zuletzt durch Emmingers großem Engagement in Sachen Big Band Arrangement zustande kamen.

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Ebenfalls wurden Kompositionen und Arrangement von aufstrebenden jungen Musikern wie Christoph Müller ins Repertoire der Band aufgenommen. Das Erarbeiten von Kompositionen bekannter lateinamerikanischer Musiker wie Tito Puente, für die es keine käuflich zu erwerbenden Arrangements für Big Band gibt, führten zu einer weiteren Steigerung der Band. Dabei fand die Band eine hervorragende gesangliche Unterstützung durch die Sängerin Christina Jung und den aus Puerto Rico stammenden Sänger Luis Cortes.

Eine Zusammensetzung aller Komponenten ergab eine Salsa-Big Band wie sie deutschlandweit nicht häufig zu finden sein dürfte.


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Trotz alle dem gab Norbert Emminger seinen Rücktritt als Leiter der Big Band im Jahre 2006 bekannt. Zum Abschluß dieser erfolgreichen Zusammenarbeit wurde im Sommer 2006 die CD ”Ahora Si! Los Bandidos de la Salsa” eingespielt und veröffentlicht. Ein hörenswertes Dokument der fruchtbaren, jahrelangen Zusammenarbeit der Big Band mit Norbert Emminger.

Als Nachfolger für Norbert Emminger wurde der bekannte Saxofonist Kim Barth gewonnen, der durch seine Erfahrungen mit brasilianisch orientierter Musik und seiner Studienzeit in New York bei dem bekannten Trompeter, Arrangeur und Komponisten Michael Philip Mossman bereits vielversprechende neue Impulse in die Big Band einbrachte.
Man darf auf die Fortsetzung der kleinen Erfolgsgeschichte dieses, leider zu selten öffentlich auftretenden, großen Jazzorchesters gespannt sein.

Armin Fleissner

Leitung:
Kim Barth

Termin:
Dienstag, 20:30 – 22:00 Uhr

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